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Beifahrer auf der Autobahn
(1 Leser) (1) Gäste
Alptraumforum
Zum Ende gehenSeite: 1
THEMA: Beifahrer auf der Autobahn
#111
Beifahrer auf der Autobahn vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Hallo in die Runde ,

ich habe diese Nacht einen Traum gehabt, der mich lange beschäftigt hat, da er so intensive war.

Der Auszubildene unserer Firma hat in der Nacht zu viel mit einer Fotografin getrunken (in Wirklichkeit trinkt der Auszubildene nicht).
Am nächsten Morgen fährt er mit mir an lauter leeren Häusern vorbei alles richt staubig verlassen.
Dann fährt er auf die Autobahn. er schlingert von einer auf die andere Spur droht immer wiede auf die Gegenspur zu kommen, ich frage mich fast ob er das extra machen will
auf die Gegenspur zu fahren aber er scheint wirklich zu besoffen zu sein um alles mitzukriegen.

Ich fasse ihm immer wieder ins Lenkrad damit wir keinen Unfall bauen, dann scheint er am Lenkrad einzuschlafen. Mir gelingt es das Auto zu stoppen. Ich trage den Auszubildenen
aus dem Sitz um das Auto und setze ihn auf den Beifahrersitz. Erst denke ich komisch er ist schlaff wie eine Puppe, ich schaue ihm in sein Gesicht und sehe keine Gesichtszüge sondern einen Strumpfkopf wie man ihn zum Basteln von Puppen verwendet, erstaunt erkenne ich er ist eine Puppe. Dann erwache ich.

Zu meiner realen Situation:

Ich bin gerade gekündigt worden . Die Suche nach einem neuen Job gleicht wohl schon einer Schlingerbahn, da ich selbst nicht weiß was ich nun machen will und mich trotzdem bischen warlos bewerbe. Dazu kommt noch das Versagensgefühl durch die alte Stelle.


Ich freue mich immer über Anregungen und Kommentare.

Liebe Grüße

Stern
Polarstern
Traumbaby
Beiträge: 7
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Letzte Änderung: 30.03.2010 19:26 von Polarstern.
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#114
Aw: Beifahrer auf der Autobahn vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Hallo Polarstern
ich assoziiere mal ein bisschen zu deinem Traum:
Erst mal stelle ich fest, dass du im Traum einen kühlen Kopf bewahrst und ganz besonnen vorgehst, um Schlimmes zu verhindern.Erkennst du dich in diesem Verhalten gerade wieder? Oder bräuchtest du gerade mehr von dieser besonnenen Art, wie du sie im Traum zeigst?

Interessant finde ich noch, dass du im Traum entscheidest, den Platz mit dem Azubi zu tauschen (ein Azubi, der ja noch so recht die Verantwortung für sein Tun übernimmt und dummes Zeug macht wie einen über den Durst trinken...).
Ich frage mich, was dieses Verhalten mit dir zu tun hat. Da gibt es jetzt mehrere Pfade, denen ich mal nachgehen würde:
a) Weist der Traum dich darauf hin, dass du dich ernsthafter fragen solltest, wo du selbst die Verantwortung für das Scheitern am Arbeitsplatz trägst?
b) Will dich die Traumszene mit dem Wechsel der Fahrerseite darin bestärken, entschiedener als bisher vorzugehen und dein berufliches Fortkommen eigenverantwortlicher und kompromissloser voranzutreiben?
c)Vielleicht geht es auch eher drum, dass du dir selbst zugestehst noch was Neues zu lernen, Fehler zu machen und nochmal in die Rolle des Auszubildenden schlüpfst.

So - das waren jetzt verschiedene Gedanken. Vielleicht ist etwas dabei, das dir vertraut vorkommt. Würde mich sehr interessieren, wie du das siehst.

Lieben Gruß
Teva
Teva
Traumexperte
Beiträge: 46
graphgraph
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#115
Aw: Beifahrer auf der Autobahn vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Hallo Teva,

vielen Dank für Deine Gedanken zum Traum .
Da ist ja wirklich einiges zum drüber Nachdenken bei .

Mir war gar nicht so bewust bei dem Chaos im Traum, das ich ja eigentlich noch einen kühlen Kopf beware.

Eigentlich ist es auch in Wirklichkeit so, dass ich meist erstmal einen kühlen Kopf vorspiele. Meine inneren Zweifel und Zerrissenheit lebe ich da wohl eher in Form des Auszubildenen im Traum aus.

Sehr interessant sind Deinen Ideen zur Traumaussage.

zu 1) ja ich habe schon über mein Scheitern nachgedacht, es ist mir bei Deinem Schreiben auch wieder aufgefallen, dass ich nicht besonders gern Verantwortung übernehme. Der Auszubildene im Traum ist ein selbstbewuster junger Man, von diesem Selbstbewustsein könnte ich mir ruhig noch eine Scheibe abschneiden.

zu 2und 3) ja das ließt sich gut, sich entschiedener auf den richtigen Weg zu machen. Nur kommt es mir auch immer noch so vor das ich auch einen wenig orientierungslos jungen Mann in mir habe der gern viel ausprobieren möchte, auch mal über die stränge schlagen möchte und eigentlich gar nicht richtig weiß was seine konkreten Wünsche sind. Ich bin in dem Traumabschnitt mal wieder die besonnende, allerdings weiß ich auch nicht wirklich wie ich bei der Arbeitsuche vorgehen soll. Vielleicht ist das eine gute Idee diesen Traum weiterzuspinnen, den jungen Man da abzuholen wo er ist, Ihn auch ohne besoffen sein zu müssen neue Wege ausprobieren zu lassen und gleichzeitig Ihm den halt zu geben Ihn nicht ganz von der Fahrbahn abkommen zu lassen.

Ich danke Dir für die vielen Denkanstöße.

Auf in eine neue Nacht die mich die Welt wieder aus einer anderen Perspektive sehen lässt

Liebe Grüße

Stern
Polarstern
Traumbaby
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Letzte Änderung: 01.04.2010 19:08 von Polarstern.
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#116
Aw: Beifahrer auf der Autobahn vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Lieber Stern,
du reflektierst dein Verhalten ziemlich selbstkritisch. Das kann dich weiterbringen. Aber bitte gehe dabei nicht zu hart mit dir um.
Du brauchst dir sicher keine Scheibe von diesem Auszubildenen abschneiden (das klingt so abwertend dir selbst gegenüber) - vielmehr zeigt dein Traum ja, dass du schon auf dem WEg bist. Du bewegst das Thema "mehr Verantwortung übernehmen" ja schon auf einer vorbewussten Ebene und kannst jetzt im Wachleben drangehen, kleine Schritte in diese Richtung zu gehen.

Also ich finde jedenfalls sehr interessant, wie du das Thema Verantwortung im Traum bearbeitest. In deinem Traum zeigst du kostbare Ressourcen: Du greifst ein, bevor es zu spät ist - du entscheidest selbstbewusst und ohne zu zögern...
Gibt es im Wachleben Situationen, wo du ähnlich "gut drauf bist"? Dann wäre das ein Weg, auf dem du erst mal weitergehen könntest.
Was oder wer macht dich selbstsicher? In welchen Momenten übernimmst du viel Verantwortung oder bist ganz bei der Sache (so wie im Traum)?

Gutes Vorankommen!

Lieben Gruß von Teva
Teva
Traumexperte
Beiträge: 46
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#119
Aw: Beifahrer auf der Autobahn vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Guten Morgen Teva,

es ist wirklich schön, so viel Rückmeldung zu dem Traum zu bekommen und das mit so viel Einfühlungsvermögen .

Sicher ist es für mich auch nicht leicht meine Fehler bei der Arbeit und bei meinem Vorrankommen zu sehen. Ich habe Deine Interpretation als große Hilfe und Bestätigung empfunden und nicht als Anlass mich im Nachherein für mein Wesen schuldig zu fühlen.
Ich empfinde das deshalb auch eher als Entwicklungsmöglichkeit mich selbstbestimmter und verantwortungsvoller für meine Ziele einzusetzen und nicht als selbstgemachten Vorwurf mir eine Scheibe von dem Auszubidenen abzuschneiden.

Du fragst ob es Situation im Realleben gibt wo ich änlich handele, damit ist mir nochmal bewust geworden das ich dieses Gefühl im Traum und diese Handlungsweise seit langem kenne.

Ich war immer die `ausgleichende`, die aufgepasst hat das alles nicht ganz aus der Bahn gerät, sowohl in der Jugend in meiner Familie, als auch jetzt z.B. bei der Arbeit.

Ich bin real eher nicht die, die vorpresscht und neue Ideen
verwirklich, sondern die andere unterstützt und dafür sorgt das nichts ganz schief geht. Also im Traum wie im Leben trete ich immer eher auf die Bremse um alles zu ordnen und schlimmeres zu vermeiden .
In der Firma in der ich lange gearbeitet habe, habe ich die Qualitätssicherung gemacht. Dort habe ich auch dafür gesorgt das nichts schief geht.
Warscheinlich ist das schon eine Stärke die ich habe.

In einem Traum der mich aufwühlt schaue ich mir auch gern die Traumfiguren an, die mir besonders merkwürdig, hilfsbedürftig oder angsteinflößend vorkommen.
Für mich sind das häufig Anteile von mir, die sich im Wachleben nicht ausdrücken können und so auf sich aufmerksam machen wollen.

Deshalb habe ich mir die Rolle des Auszubildenen so genau angesehen, der vom Akteur zur Puppe wird. Das war eigentlich das erschreckende in dem Traum, das er halt sein Gesicht verlohren hat.
Ich habe ihn so leblos aus der Fahrerseitetür getragen, er war groß aber fühlt sich so erschöpft, schlaff, leicht wie eine Puppe an. Ich denke deshalb schon, das ich mich auch diesem inneren Teil zuwenden und ihm sein Gesicht wiederfinden lassen sollte.

Ich habe ein Glück noch ein paar Monate zeit, bis ich arbeitslos werde, so versuche ich mich neben der Bewerbung auch innerlich zu ordnen.

Vielen Dank für Deine Ausführungen, die mir meine Stärken noch einmal bewusst werden lassen haben

Liebe Ostergrüße

Stern
Polarstern
Traumbaby
Beiträge: 7
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Moderation: Kathy

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