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Zum Baumarkt auf Umwegen
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THEMA: Zum Baumarkt auf Umwegen
#183
Zum Baumarkt auf Umwegen vor 1 Jahr, 6 Monaten  
Hallo zusammen!

Ich habe mich hier angemeldet, nachdem ich andere Träumschilderungen gelesen hatte und finde, ihr gebt wirklich tolle Anregungen, die helfen können, die merkwürdigsten Träume zu verstehen.

Dies ist mein erstes Posting, aber wird bestimmt nicht das Letzte sein, da ich in letzter Zeit fast täglich Träume habe, an die ich mich erinnern kann. Das kam bis vor kurzem vielleicht alle paar Monate mal vor...

Einen davon möchte ich euch jetzt gerne beschreiben, da er mich sehr beschäftigt, weil ich mir einfach keinen Reim daraus machen kann. Ich habe den Eindruck, mein Unterbewusstsein weiß mehr als ich, da mir dieser Traum sehr unangenehm war, furchteinflößend, obwohl er ja eigentlich ziemlich harmlos ist und ich einige Zeit nach dem Aufwachen sogar darüber lachen musste. Mich würde interessieren, was ihr dazu sagt. Also los:


In meinem Traum wohnte ich noch in Braunschweig, von wo ich im wirklichen Leben vor etwa zwei Monaten weggezogen bin.
Ich wollte dort nach der Arbeit und kurz vor Ladenschluss zu einem namhaften deutschen Baumarkt fahren, um dort ein Holzbrett und Blumenerde zu kaufen. Ich weiß nicht mehr, was ich damit anstellen wollte, da ich weder als Handwerker noch als Gärtner großes Talent besitze...
Ich habe mich also ins Auto gesetzt und bin losgefahren (ich habe in der Realität allerdings weder ein Auto noch einen Führerschein). Als ich dann in der Nähe des Baumarktes war und ihn auch schon sehen konnte, bemerkte ich, dass er etwas höher gelegen war, als die Straße auf der ich fuhr. Ich habe dann nach der Einfahrt auf den Baumarkt-Parkplatz gesucht und bin dabei mehrmals auf den umliegenden Straßen um das ganze Gelände herum gefahren, habe jedoch keinen Weg gefunden.
Die Situation wurde immer stressiger und ich immer genervter, da ich ja wusste, dass der Laden gleich schließt.Ich bin dann auch noch auf die Autobahn geraten, an der nächsten Abfahrt wieder abgefahren und in der Gegenrichtung wieder zurück.
Wieder runter von der Autobahn habe ich dann bei einem Schrebergarten-Verein angehalten und einen alten Mann nach dem Weg gefragt. Der Mann sagte mir jedenfalls, es sei ganz einfach, ich müsste nur durch den kleinen Tunnel hinter mir und dann die Treppe rauf. Ich bin dann in den Tunnel unter einer Bahnschiene gefahren.
Nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass ich nicht mehr Auto, sondern Fahrrad fahre. Und der Tunnel war eigentlich viel mehr sowas wie ein langer steinerner Gang. Nach einiger Zeit waren in dem Gang links und rechts alle paar Meter große Öffnungen, wie Fenster, aber ohne Scheiben. Außerhalb des Ganges war nicht mehr Braunschweig, sondern ein riesiges Gewässer, wie ein See, aber so groß, dass ich kein Ufer sehen konnte. Das Wasser ging bis einige Zentimeter unter die Fenster, als ob der Gang direkt auf dem Wasser schwimmt, oder sich über einem Staudamm befindet. Ich dachte sowas wie „Mist, ich hab mich bestimmt verfahren!“ und wunderte mich, was das für ein Gewässer ist und warum ich noch nie davon gehört hatte.
Irgendwann kamen keine Fenster mehr, sondern alle paar Meter kurze Treppenabsätze. Ich trug mein Fahrrad hoch, kam aus dem Tunnel raus und war wieder in einer Stadt, wusste aber nicht wo. Ich fragte mich, ob das immernoch Braunschweig ist, fuhr ein paar Meter und bemerkte irgendwie, dass ich in Potsdam gelandet war.
Dann hat mich eine Gruppe Jugendlicher verfolgt und mit Flaschen beworfen, ich floh zurück durch den Tunnel, war dann wieder in Braunschweig. Ich traf den alten Mann wieder und fragte ihn nochmal. Er lachte darüber, dass ich bis Potsdam gefahren bin.
Ich fuhr zurück in den Tunnel, bemerkte gleich am Anfang eine Treppe, die zur Seite führt, ging hoch und war tatsächlich beim Baumarkt angekommen. Dieser hatte jedoch seit einigen Minuten geschlossen – und ich bin aufgewacht.
Ich muss dazu sagen, dass es diesen Baumarkt und die Garten-Anlage dort garnicht gibt, ich hatte mir die komplette Umgebung „erträumt“. Im Traum erschien mir das jedoch wie meine gewohnte Umgebung in Braunschweig. Und ich war noch nie in Potsdam. Der Tunnel hatte eine geschätzte Länge von zwei – drei Kilometern und ich brauchte gefühlte 20 Minuten.
Zur Info: Von Braunschweig nach Potsdam sind es etwa 200 km.
Tagträumer
Traumbaby
Beiträge: 1
graphgraph
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Letzte Änderung: 26.07.2010 23:21 von Tagträumer.
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#184
Aw: Zum Baumarkt auf Umwegen vor 1 Jahr, 6 Monaten  
Hallo Tagträumer,

kann es sein, dass du in Braunschweig noch was zu erledigen hast?
Eine Beziehung klären? Oder eine andere Geschichte?

Irgendetwas, mit dem du dich noch auseinandersetzen musst? Von dem du nicht genau weißt, wie du es anstellen sollst? und du die Hilfe eines alten weisen Mannes brauchen könntest?

Zum Tunnel fällt mir ein: Gefangensein, eingeschränkter Blick, wenig Perspektiven, dunkelheit und wenig Überblick. Gibt es ein Problem, das sich mit diesen Attributen beschreiben lässt?

Was bedeutet es für dich "zu spät zu kommen" oder über einen Umweg zum Ziel zu gelangen oder "das Ziel vor Augen zu haben"?

Was fällt dir zu Baumarkt ein? Hinter dem Kauf des Holzbretts und der Blumenerde steht ja ein Entschluß. Kannst du dich erinnern, welche Entscheidung das war? Mir fällt dazu ein, dass so ein Kauf mit Aufbruch, etwas neues in Angriff nehmen, Wurzel schlagen, etwas verschönern, arrangieren und dekorieren assoziiert ist. Was fällt dir dazu ein?

In welcher Weise möchtest du dich niederlassen? Wie möchtest du dein Leben gestalten?

In deiner Traumerzählung finden sich wenig Gefühlsbeschreibungen. Es wäre für dich jedoch wichtig danach zu fragen, wie du dich in den verschiedenen Traumsequenzen gefühlt hast. Meist können wir über die Gefühle dann Brücken zum Wachleben bauen. An einer Stelle sprichst du davon, dass die Situation immer stressiger und nerviger wurde.

Gibt es also gerade Momente in deinem Leben, in denen du dich ähnlich gehetzt und orientierungslos erlebst?

Gruß Sigmund
Sigmund
Traumerfahren
Beiträge: 19
graphgraph
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