Träume verstehen

Progression des Seins

Science of sleep – Anleitung zum Träumen

science of sleepTräume sind anders. Sie schmecken süßlich, manchmal bitter und schwingen aus einer magischen Welt zu uns herüber. Während das Leben Draußen unabdinglich weltliche Ziele verfolgt, leeren wir im Schlaf ganz selbstbezogen und naiv die Spieltruhe unserer Erfahrungen aus. Im Traum werden diese Bauklötzchen nach einem geheimnisvollen Plan neu zusammengefügt. Der Mörtel sind die Gefühle. Er quillt aus allen Fugen. Geschützt vor äußeren Einflüssen beschäftigt sich die Seele selbstvergessen mit sich selbst.

„Irgendetwas“ in uns baut aus diesen Spielsachen eine kleine dreidimensionale Geschichte, die uns als Handelnder einbezieht, und manchmal auch nur zuschauen lässt. Da ziehen sich die tagsüber gemachten Erfahrungen behutsam ins Schneckenhaus zurück, wo sie beschützt vor äußeren Einflüssen, sich mit sich selbst beschäftigen. Es werden Wunden geleckt, Grenzerfahrungen gemacht, intime Begegnungen gewagt, Neues ausprobiert und allerlei Schabernack getrieben. Mit jedem Gedanken sind unzählige andere Gedanken assoziiert. Während das Wachbewusstsein daraus ein „Hintereinander“ von Ideen macht, ist das Traumgeschehen ganz und gar nicht „hintereinander“, sondern hier haben wir eher einen gesunden Ideen- und Anschauungssalat.

Schade nur, dass die meisten Menschen in der Erinnerung diesen Spielplatz viel zu selten aufsuchen. Manche finden es schlicht öde, manche vielleicht zu gefährlich. Michel Gondry findet dies selbstverständlich und hat in seinem Film „Science of sleep“ eine Geschichte erzählt, die durch und durch traumhaft ist. Schauen Sie sich diesen Film an. Es lohnt sich.

Science of Sleep – Anleitung zum Träumen

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